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von Ellerts

Notizen · Unterwegs · 13.07.2026

Bridgestone Battlax T33: sportlich, ehrlich — und hungrig

Auftakt zu einer kleinen Serie: Reifen, die ich auf meiner Ducati Multistrada Pikes Peak gefahren bin — ohne Laborwerte, dafür mit ehrlichen Eindrücken von Hausrunde, Autobahn und Pass.

Charakter

Der Battlax T33 braucht eine Eingewöhnungsphase. Danach ist er ein sehr sportlicher Reifen — einer, der beim zügigen Kurvenfahren auf der Landstrasse spürbar zu Hause ist. Genau dort fühlt er sich am wohlsten: Kurve, Scheitel, raus, nächste. Die Nasshaftung ist super, und gerade im Frühjahr, wenn die Strassen noch kalt und wechselhaft sind, macht er einen richtig guten Job.

Die Kehrseite

Wer voll angast, sieht es sofort: Der T33 reisst schnell auf und bildet die klassischen Haifischzähne. Er hält dabei — daran gibt es nichts auszusetzen — aber der Verschleiss ist enorm, sobald man sehr sportlich unterwegs ist oder auf der Hausstrecke Superbikes jagt. Auf der Autobahn ist er in der Mitte zudem recht hart und huppelt spürbar; Komfort auf langen Geradeausetappen ist nicht seine Disziplin.

Einsatzzweck

Sportliche Hausrunde, ein zügiges Wochenende in den Bergen oder eine Woche Italien: sehr gut. Als Touringpneu für lange, gemütliche Etappen: der falsche Kandidat.

Fazit: Ein ehrlicher Sportler unter den Sport-Touring-Reifen — super Nasshaftung, klare Rückmeldung, aber mit gesundem Appetit auf Gummi. Wer ihn artgerecht bewegt, wird ihn mögen. Wer Kilometer fressen will, nimmt etwas anderes.

Holger von Ellerts schreibt hier über KI, Agentic Commerce und Lehre — und gelegentlich über das Leben neben der Arbeit. Mehr über Holger